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Fachartikel

Software-Audits: Wie funktionieren sie und wie schützen Sie sich?

Software-Audits sind für Softwarehersteller ein bewährtes Geschäftsmodell und für Kunden eine teure Überraschung. Wie funktioniert ein Audit, welche Softwarehersteller führen sie durch und wie schützen Sie sich?

  • 24. Juni 2025
  • 5 Min.

Eine Software-Audit ist für viele Organisationen eine unerwartete und kostspielige Überraschung. Ein Softwarehersteller kündigt eine Prüfung an, verlangt Einblick in die Nutzung, und das Ergebnis führt häufig zu Nachzahlungen. Wie funktioniert das und wie schützen Sie sich?

Wie funktioniert eine Software-Audit?

Fast jeder Enterprise Softwarevertrag enthält eine Auditklausel. Diese gibt dem Softwarehersteller das Recht zu prüfen, ob Sie die Software gemäß dem Lizenzvertrag nutzen. Eine Audit verläuft meist in drei Schritten:

  1. Ankündigung: Der Softwarehersteller oder ein externes Auditunternehmen sendet eine formelle Ankündigung.

  2. Inventarisierung: Sie liefern Daten zu Installationen, Nutzern, Servern und Umgebungen.

  3. Ergebnis: Der Auditor vergleicht die tatsächliche Nutzung mit Ihren Lizenzen. Abweichungen führen zu Nachzahlungen.

Warum werden Audits immer häufiger?

Bei Großkunden bringt eine Audit für den Softwarehersteller fast immer etwas: Lizenzmodelle sind komplex, Regelungen ändern sich und wenige Organisationen führen eine aktuelle Lizenzübersicht.

Das Risiko einer Audit steigt, wenn eine Vertragsverlängerung ansteht, Ihre Organisation gewachsen oder fusioniert ist, der Softwarehersteller übernommen wurde (wie VMware durch Broadcom) oder die Lizenzbedingungen geändert wurden.

Wie schützen Sie sich?

  • Führen Sie eine aktuelle Lizenzübersicht. Wissen Sie, was Sie gekauft haben, was installiert ist und wie viele Nutzer aktiv sind.

  • Lesen Sie die Auditklausel. Wie viel Vorankündigung ist nötig, wie lange darf die Audit dauern und wer trägt die Kosten?

  • Reagieren Sie nicht sofort. Sie haben immer Zeit zu reagieren. Lassen Sie sich beraten, bevor Sie Daten teilen.

  • Verhandeln Sie das Ergebnis. Auch bei Abweichungen sind Nachzahlungen verhandelbar; der Softwarehersteller möchte die Kundenbeziehung erhalten.

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Häufig gestellte Fragen

Die am häufigsten gestellten Fragen zu diesem Thema.

Was ist ein Software-Audit?

Eine Software-Audit ist eine formelle Überprüfung durch einen Softwarehersteller oder ein externes Auditunternehmen, um zu verifizieren, ob Ihre Organisation die Software gemäß dem Lizenzvertrag nutzt. Auditrechte sind in nahezu allen Enterprise Softwareverträgen enthalten.

Welche Softwarehersteller führen Audits durch?

Große Softwarehersteller wie Microsoft, Oracle, SAP, IBM, Adobe und Autodesk führen regelmäßig Audits durch. Kleinere Softwarehersteller machen das seltener, behalten sich das vertraglich aber vor.

Welche Folgen hat ein negatives Audit?

Nachzahlungen, manchmal zu höheren Tarifen als beim normalen Kauf. Häufig folgt auch die Verpflichtung, sofort zusätzliche Lizenzen zu erwerben, mit wenig Verhandlungsspielraum.

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